Was ist schon tierGerecht?

Mensch-Tier-Verhältnisse verstehen und verändern

Es geht um die Wurst. Die grotesken Auswüchse einiger moderner Tierhaltungsformen lässt nicht nur Forderungen nach einer Reformierung der Nutztierhaltung laut werden. Sie geben Anlass, den ambivalenten Umgang mit Tieren genauer zu untersuchen und grundsätzlich zu hinterfragen.
Wodurch ist unser Verhältnis zu Tieren geprägt? Sehen wir Tiere wirklich als das, was sie sind oder ist unser Blick durch Kultur und Tradition getrübt? Warum wird die nahezu grenzenlose Gewalt gegenüber "Nutztieren" gesellschaftlich und politisch toleriert aber gegenüber "Haustieren" geächtet? Kann der Umgang mit Tieren überhaupt effektiv reguliert und kontrolliert werden?
Mensch-Tier-Verhältnisse sind gekennzeichnet durch scheinbar unlösbare Widersprüche und Probleme in der Praxis. Für viele scheinen diese Verhältnisse starr und naturgegeben zu sein. In Wirklichkeit sind sie jedoch historisch gewachsen und genau wie unsere Moralvorstellungen einem ständigen Wandel unterlegen. Dementsprechend kann sich die moderne Forschung zu Tieren und ihrer Rolle für uns Menschen nicht nur auf die Untersuchung ihrer Verwertbarkeit oder ihrer taxonomischen Einordnung beschränken. Um es wirklich zu verstehen und zu verändern, muss das Mensch-Tier-Verhältnis als kulturell gewachsenes Phänomen mitsamt seinen gesellschaftlichen, historischen und politischen Dimensionen gesehen werden.

Diese Vorlesungsreihe soll einen ehrlichen, unvoreingenommenen Blick auf die größten Baustellen der Mensch-Tier-Verhältnisse bieten. Sie bietet Erklärungen für unseren bisherigen Umgang mit Tieren und zeigt Perspektiven für einen anderen Umgang auf. Lassen Sie sich aufregen und überraschen von erfrischenden Ideen aus der Tierethik und den Human-Animal-Studies. Gewürzt werden die Veranstaltungen mit Erkenntnissen aus verschiedenen Disziplinen, wie der Psychologie, der Geschichte, der Soziologie und der Philosophie.

Im Wintersemester 2020/2021 werden im zweiten Teil dieser Veranstaltugsreihe weitere Aspekte von Mensch-Tier-Verhältnissen aufgegriffen und vertieft. In vier Vorträgen und zwei Filmen geht es um unsere Beziehungen und Pflichten zu Tieren sowie deren Einfluss auf Geschichte und Kultur. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und den Referent*innen. Den aktuellen Umständen entsprechend werden die Veranstaltungen vorwiegend online stattfinden.


Die Veranstaltungen werden von Studierenden an den Fachbereichen für ökologische Agrarwissenschaft und Gesellschaftswissenschaften mit freundlicher Unterstützung und Betreuung von Dr. André Krebber (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften) organisiert. Dank der Unterstützung durch den Allgemeinen Studierenden-Ausschuss, den Fachbereichen 02, 05 und 11 sowie dem FSR am Fachbereich 11  ist die Teilnahme an allen Veranstaltungen frei.

Im Wintersemester 2020/2021 werden im zweiten Teil dieser Veranstaltugsreihe weitere Aspekte von Mensch-Tier-Verhältnissen aufgegriffen und vertieft. In vier Vorträgen und zwei Filmen geht es um unsere Beziehungen und Pflichten zu Tieren sowie deren Einfluss auf Geschichte und Kultur. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und den Referent*innen. Den aktuellen Umständen entsprechend werden die Veranstaltungen vorwiegend online stattfinden.


Der erste Teil der Vorlesungsreihe fand im Wintersemester 2019/2020 an der Universität Kassel statt. Weitere Informationen und Videoaufzeichungen zu den vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier.